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Elli
Geboren wurde ich am „Mons Nore“, dem Schwarzen Berg der Johanniterstadt.
Der Orden der Johanniter-Mönche war die ersten Jahre meine Heimat, denn
meine Eltern arbeiteten.
hart für den Erhalt des Ordens. Ich war noch sehr
jung als meine Familie die Stadt verlassen musste
und durch die Lande zog.
Meine Eltern fanden bald neue Arbeit und ließen sich in „Rukesheim,
juxta flomen, qoud dicitur Arnafa“
(Rukesheim an dem Fluß, der Erft
heißt) nieder. Es entstand ein Dorf mit regem Handel und
großartigem
Handwerk am Fuße der prächtigen Burg, deren Schutz die Bürger
zu schätzen wussten.
Dort wuchs ich in idyllischer Landschaft auf und lernte,
obwohl es sich nicht für ein Mädchen schickte,
das Lesen und Schreiben,
da mein Bruder die Bibel studierte und meine Eltern große Pläne für
ihn
schmiedeten. Ich lernte von meiner Mutter mich im Haushalt zurechtzufinden,
das Essen zu bereiten,
mit Geld und Gut zu wirtschaften, zu Nähen und zu
Weben.
Im heiratsfähigen Alter schickten meine Elter mich nach Coellen in eine
handwerkliche Ausbildung.
Ich lernte Stoffe zu färben, Brettchenborte herzustellen
und feine Gewänder für die Bürgersfrauen
zu fertigen und rasch
verstrichen mehrere Jahre.
Coellen errang unter Führung bedeutender, auch
politisch versierter Erzbischöfe einen
unangefochtenen Rang als geistliches
Zentrum. Die Stadt wurde zum größten Pilgerziel.
Da ich ohne Mann
und Kind in Coellen nicht überleben konnte, musste ich meine Ausbildungsstätte
verlassen. Das Benediktinerkloster in Chemnitz suchte jemanden mit meinen Fähigkeiten
und
Fertigkeiten und man schickte mich mit einer Gruppe Geistlicher auf den weiten
Weg durch das Land.
Im Benediktinerkloster war ich bald für die Näharbeiten
der Mönche und Bürger und das Essen
verantwortlich und konnte mich
im Lesen und Schreiben weiterbilden.
Eines Tages machten zwei edle Reiter im
Kloster Rast, Jeanne vom Wildeck und Thomas von Alpstein.
Auf langen Wanderungen
durch die Auen erzählten sie mir von ihren Reisen und Schlachten in
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